Renaissance neu gedacht – klassische Kunst in zeitgenössischer Umgestaltung
Bei dem Renaissance Gemälde handelt es sich um eine Neuinterpretation der „Erschaffung Adams“ von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle. Es zeigt den biblischen Moment, in dem Gott Adam Leben schenkt. Berühmt ist besonders die fast berührende Handbewegung, die den „Funken des Lebens“ symbolisiert. Typisch für die Renaissance ist dabei die detailreiche und idealisierte Darstellung des menschlichen Körpers. In dem Kunstwerk von Rosa Hormuth (GK 11, Bildende Kunst) liegt der Fokus auf der Modernisierung des Gemäldes. Sie ist dabei auf die zentralen technischen Fortschritte, nämlich die Erschaffung von Robotern und künstlichen Intelligenzen eingegangen. In der heutigen Zeit sind wir abhängig von der Technik. Dieses Phänomen wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. Diese Abhängigkeit wird durch die Metallkette in ihrem Bild dargestellt, die die menschliche Hand mit der Roboterhand verbindet. Allerdings ist unsere Welt durch große Probleme wie zum Beispiel Krieg, der durch Hungersnot oder Religion ausgelöst wird, stark geprägt. Das spiegelt ihr Hintergrund wieder, eine „zerstörte Welt“. Der Mensch ist jedoch so stark von der Technik abhängig, dass er nicht eingreifen, sondern nur zusehen kann, wie hinter seinem Rücken die Welt zerbricht.
